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Ein Jugendhaus für Pfullingen

(BW) Plötzlich ist das Thema top aktuell und in aller Munde. Ein Jugendhaus soll her. Die Gemeinderäte und Gemeinderätinnen des Verwaltungsausschuss im Gemeinderat sind begeistert und sprechen sich sämtlich für eine solche Einrichtung aus. Zwei von ihnen Walter Fromm (SPD) und Traude Koch (GAL) schwelgen gar in Erinnerungen. Bereits vor 50 Jahren habe man vor dem Rathaus in Pfullingen für ein Jugendhaus in Pfullingen demonstriert, erzählen sie. Jetzt rückt es endlich in greifbare Nähe.

Immer wieder in den letzten Jahren haben sich verschiedene Gemeinderäte und Gemeinderätinnen für eine Einrichtung ausgesprochen, in der Jugendliche sich treffen können. Das Fusion im Keller der Schloss-Schule, war vor vielen Jahren dann ein erster Schritt, heute ist diese Ein-Raumlösung aber nicht mehr zeitgemäß, betont auch Bürgermeister Stefan Wörner. Die Jugendarbeit der Stadt brauche eine grundsätzliche Neukonzeption und eine Analyse was genau gebraucht wird und wo der Bedarf ist. Auch der Jugendgemeinderat hat sich bereits mit dem Thema Jugendhaus befasst.

Das Pfullinger Journal hat mit Kiara Gärtner der Vorsitzenden des JGR gesprochen.

Frau Gärtner wie kam es jetzt aktuell zu den Überlegungen für ein Jugendhaus in Pfullingen?

Gärtner: Das Ziel eines Jugendhauses/-Cafés beziehungsweise Rückzugsorts für Jugendliche in Pfullingen besteht bereits seit der Gründung des Jugendgemeinderats. So hatten einige Mitglieder die Rückmeldung erhalten, dass ein solcher Ort in Pfullingen fehlt, und sie wollen sich hierfür eingesetzten. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Jugendreferat wurde das Thema Ende 2022 erneut aufgegriffen und beleuchtet.

Es gibt ja bereits seit vielen Jahren das Fusion im Keller der Schloss Schule als Aufenthalts- und Rückzugort für die Jugendlichen, ist das nicht ausreichend?

Gärtner: Das Fusion bot bisher einen tollen Raum zum Aufenthalt für Jugendliche. Leider ist es aufgrund des Brandschutzes aber nicht mehr als Räumlichkeit nutzbar, weshalb nun nach einer Alternative gesucht wird.

Wie könnte nach den Vorstellungen des JGR ein Jugendhaus aussehen/was soll darin stattfinden?

Gärtner: Wir können uns sehr gut eine Räumlichkeit vorstellen, welche als Rückzugsort, aber auch als Ort der Interaktion und des Austauschs fungiert. Optimalerweise sollten verschiedene Elemente vereint werden. Von Tischkicker, Kino-Ecke und Lesebereich sollte einiges zur Gestaltung der Freizeit ge-boten werden. Auch die Arbeit mit dem Jugendreferat ist hierbei essenziell. So sollten auf jeden Fall Büro Räumlichkeiten und die Möglichkeit für Einzelgespräche bei persönlichen Themen geschaffen werden.

Die Öffnungszeiten sollten an die Schulzeiten angepasst werden, sodass die Jugendlichen am Nachmittag die Möglichkeit haben in den Jugendtreff zu gehen.

Der Jugendgemeinderat hat sich mit der Stadtverwaltung schonmal als erste Orientierung Räumlichkeiten angesehen. Wie sollte den aus Ihrer Sicht der ideale Standort aussehen?

Gärtner: Die genaue Standortwahl ist bislang aus unserer Sicht noch nicht festgelegt. Ob in der Innenstadt oder am Stadtrand: beide Alternativen bieten Vor- und Nachteile. Ein zentraler Ort hätte jedoch den Vorteil, dass auch Jugendliche, welche beispielsweise ihren Bus verpasst haben, schnell und einfach zum Jugendtreff gehen könnten. Des Weiteren erhöht ein innenstadtnaher Raum die Attraktivität zur aktiven Nutzung.

Schaut ihr euch andere Jugendhäuser der Region an?  Und wenn ja welche, gibt es Vorbilder?

Gärtner: Im Umkreis gibt es einige gute Vorreiter, welche begutachtet werden können. So wollen wir uns auf jeden Fall das Jugendhaus in Eningen anschauen. Auch das Jugendcafé in Reutlingen könnte als Inspiration dienen.

Wie soll es nun weitergehen? Was sind die nächsten Schritte?

Gärtner: Es werden noch einige Rahmenbedingungen geprüft. Gleichzeitig werden wir uns Inspiration durch die bisherigen Jugendtreffs/-Cafés in der Umgebung holen, um aktiv und gemeinsam mit der Stadt sowie dem Jugendreferat weitere Schritte einzuleiten und unterstützend bei der Wahl zu beraten.

Vielen Dank für das Gespräch.

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