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Simon Kessler Trail Runner Tagebuch – Neuer Nachtrag

Blog-Tagebuch Trail-Runner Simon Kessler- Wie ich mich LAUFEND weiterentwickle

Simon Kessler. Passionierter Sportler, Trail-Runner und Extremläufer in der Region Reutlingen, berichtet für die Barfußinitiative Reutlingen über seine Gedanken, Erfahrungen und Weiterentwicklung auf sportlicher, geistiger sowie gesundheitlicher Ebene. Wir sind gespannt auf jeden neuen Eintrag.


 

April 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Trainingsumfang steigt enorm. Mittlerweile lasse ich mich von Maike auf dem E-Bike zu neuen Höchstleistungen treiben. Ich bekomme die tolle Unterstützung, dass sie mir ein bestimmtes Tempo ermöglicht, ohne mich selbst darum zu kümmern. Sie motiviert mich beim Laufen und organisiert viele Läufe.

Ein neues Laufcoaching mit Bernd Gerber steht auf dem Programm. Er analysiert meinen Laufstil im Concept Store auf dem Laufband. Er hat festgestellt, dass mein Laufstil sich enorm verbessert hat. Jedoch ist die Hüfte auf der linken Seite noch etwas steif. Ich bekomme verschieden Mobilität Übungen wie z.B. in Rückenlage Fahrrad fahren ( Bewegungen mit den Füßen nachahmen ), im Stehen die Hände an die Füße strecken und Ausfallschritte. Dadurch soll die Hüfte geöffnet werden. Diese Übungen gehören zum täglichen Programm. Bei der Fußdruckmessung wird festgestellt, dass ich mich auch hier verbessert habe.

Am 14.04.2018 steht das Spartan Race in München an. Hier geht es über die Sprint Distanz. Es waren ca. 8km. Ich musste verschiedene Kletterhindernisse, Balancehindernisse und Krafthindernisse überstehen. Das Highlight war, durch den Olympiasee zu schwimmen und mit schweren Eisenketten das Olympiastadion zu bezwingen. Durch die Barfußschuhe hatte ich eine sehr gute Rückmeldung beim Laufen.

Weiterhin besteht mein Training aus verschiedenen Kraft- und Ausdauerübungen. Ich entschließe mich auch, eine Leistungsdiagnostik am Uniklinikum in Tübingen zu absolvieren. Ich möchte eine Überlastung und falsches Training vermeiden. Mein Termin wird auf Mai festgelegt.

Am 29.04. kommt für mich mein Highlight – Die Schönbuch Trophy in Herrenberg. Hier geht es fast 27 km auf wunderschönen Trails durch den Naturpark Schönbuch. Der Start ist auf dem Marktplatz in Herrenberg. Nach 2:43 und knapp 700 Höhenmeter komme ich stolz ins Ziel. Auch hier haben mich die Primus Trail wahnsinnig begeistert. Durch die permanente Rückmeldung über die Füße ist ein Umknicken beinahe unmöglich. Durch den Vorderfußlauf komme ich die Anstiege sehr gut hoch. Ich habe das Gefühl, dass ich mehr Leistung am Berg habe.

Ein besonderes Lauferlebnis war, als ich mich mit Deutschlands bestem OCR Läufer Charles „Pferdelunge“ Franzke in Tübingen zum Laufen über den Spitzberg verabredet habe. Ich habe viele tolle Tipps für die nächsten Hindernisläufe bekommen. Wie kann man eine Wand mit 3m so schnell wie möglich überwinden, wie klettert man am besten an einem nassen Seil etc..

 April 2018

 

 

 

 

 

 

 

Beim zweiten Albgoldlauf im Frühjahr in Trochtelfingen schaffte ich es tatsächlich mit 43:17 Minuten ins Ziel. Im Nachgang ist es schwierig zu sagen, ob es wirklich 10 km waren. Man liest in verschiedenen Medien eine Zahl zwischen 9,8 km bis 10,1 km. Ich bin trotzdem happy über diese Zeit.

Weiterhin arbeite ich viel mit Gewichten zu Hause, um meine Beinmuskulatur und meinen Rumpf zu stärken. Mein Lauftraining ist absolut regelmäßig und so verbringe ich immer mehr Zeit auf verschiedene Trails im Schönbuch und im Umkreis von Tübingen/Reutlingen. Auch der letzte Härtetest für den Megamarsch stand die Wochen an. Knapp 63 km Wanderung. Die Barfußschuhe helfen mir enorm, diese Belastung zu überstehen. Das ist eine absolute Herausforderung.

Ich baue nun auch immer mehr Intervalltrainings mit ein. Mein Gefühl sagt, es bringt mich weiter. Daher versuche ich meine Grundschnelligkeit über kurze Intervalle zu verbessern. Dies zeigt auch umgehend in Wirkung bei längeren Läufen. Ich versuchte es auf einer 400 Meter Bahn eine Runde so schnell wie möglich zu laufen. Danach 2 Runden langsam laufen. Und das dann über 10-15 Durchgänge. Alternativ laufe ich auf meinen normalen Trainingsstrecken 5 Minuten normales Tempo und dann 15-30 Sekunden im Sprint. Anstrengend, aber lohnenswert. Ich werde besser.

 

März 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist kalt. Aber egal. Ich habe ein Ziel. Ich möchte besser werden. Das Lauffieber packt mich von Tag zu Tag mehr. Die Wettkämpfe kommen. Ich lief zweimal den Albgoldlauf und das größte Highlight im Februar: Samstags den Albgoldlauf in Reutlingen über 10km und am Sonntag gleich den Glaspalastlauf in Sindelfingen. Da kamen auch die ersten Zweifel. Schaff ich das? Wie reagiert mein Körper?

Aber alles halb so wild. Den Albgoldlauf schaffe ich in 46:07. Ich bin happy. Das ist für mich eine neue Bestzeit. Das Training hat sich gelohnt. Für mich war klar, dass am Folgetag keine Topzeit rauskommen wird. Dafür bin ich zu untrainiert. Denke ich zumindest. Ich kann meinen Körper noch nicht ganz einschätzen.

Am Folgetag schaffte ich es tatsächlich in 45:48 über die Ziellinie. Obwohl ich einmal auf einer Eisfläche abgeflogen bin. Der Wahnsinn. Erst langsam realisiere ich, wie sich mein Laufstil verändert hat und was ich in der kurzen Zeit des aktiven und zielorientierten Trainings alles verändert hat. Keine Schmerzen mehr nach dem Laufen. Bisher hat öfters die Hüfte „gezwickt“. Alles weg. Ich habe das Gefühl, ich regeneriere besser.

Das nächste Highlight ist die „Nachtwanderung“ in Vivos. Für den Megamarsch muss auch trainiert werden. Start ist an einem Freitag um 21 Uhr. Und am nächsten Morgen gegen 6 sind wir nach 50 km wieder am Ziel. Die Schuhe bestehen den Test. Viel größere Probleme macht mir, die Dunkelheit und die Stille. Die ersten Zweifel kommen auf, ob ich den Megamarsch im Mai schaffen werde.

Ich steigere weiterhin mein Trainigsumfang. Ich will nur noch eins: LAUFEN. Regelmäßig laufe ich Strecken zwischen 20-30 km.

Auch die Anmeldung für den Halbmarathon in Stuttgart ist raus. Ich entdecke die Liebe zum Trailrun. Mich begeistern die technischen Aspekte. Hier geht es nicht nur um schnell laufen, sondern auch um die Achtsamkeit. Die Strecken sind anspruchsvoller. Aber das Beste an einem Trail: Die Natur. Und vor allem mit Barfußschuhen nimmt man das ganz anders wahr. Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit. Und die Strecken fordern mich auch mehr.

 

Februar 2018

 

Ich bin gut im Plan und merke, wie mich das bewusste Laufen verändert . Meine Einstellungen, meine täglichen Entscheidungen beim Training, Essen und vieles mehr. Das Thema Gesundheit rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Das fühlt sich gut an.

Die Vorteile des Barfußlaufen werden von Tag zu Tag spürbarer. Meine Füße lockerer, stabiler, kräftiger und sie erholen sich auch von meinen bisherigen ‚engen‘ Laufschuhen. Ich lese viel im Internet darüber und tausche mich mit Sabine und Bernd aus. Übrigens die Vorträge und das Coaching zum Laufen, den Auswirkungen auf den Körper und Füße sind sehr zu empfehlen.

Mit meinem mehr an Wissen über die verschiedenen zusammenhängenden Themen von Körper, Ernährung, Training entwickle ich meine Trainingseinheiten immer weiter und nehme meine individuellen Problemstellen direkt in Angriff. Ich bin gespannt, wie alles sich weiter entwickelt.

Vor kurzen habe ich am Rennen (Glaspalastlauf in Sindelfingen) mit den Barfußschuhen aus Reutlingen teilgenommen. Ich spüre das ich auf dem richtigen Weg bin.

Meine Trainingseinheiten sind nicht speziell auf das Laufen ausgelegt. Ich versuche ein Ganzkörpertraining zu absolvieren. Es ist wichtig, dass nicht nur die Beine trainiert werden. Daher arbeite ich sehr viel mit einem TRX (Schlingentrainer), mache viel an der Pullup Bar und versuche  mit verschiedenen Tabata Runden (Dauer 4 Minuten/8 Runden 20 Sekunden mit 10 Sekunden Pause)  die körperlichen Grenzen zu verschieben.

Hierbei setze ich vor allem auf Burpees, Squats und Jumping Jacks. Der Einsatz von einer Langhantel und zwei Kurzhanteln ist auch regelmäßig ins Training eingebaut. Hier versuche ich über mittlere Gewichte und hohen Umfang „neue“ Reize zu setzen.

Mir wurde bewusst, dass ich für einen besseren Laufstil auch dafür viel arbeiten muss. Auch wenn mir das lange Laufen in diesen Trainingsmomenten fehlt und ich die Sehnsucht spüre, raus in die Natur zu gehen.

Das Gefühl, immer an und über seine Grenzen zu gehen, ist für mich einfach wie eine Sucht.

 

Januar 2018

 

 

 

 

 

 

 

Mein erstes großes Ziel im Mai 2018: Der Megamarsch.

Das heißt 100 km von München nach Österreich und das innerhalb von 24 Stunden. Ich plane, das in meinen Minimialschuhen zu machen. Sabine Bürkle, Vivobarefoot Concept Store Reutlingen, steht mir weiter mit guten Ideen zur Verfügung und so steigerte ich bereits den wöchentlichen Laufumfang auf ca. 60 km und nehme Black Rolles als Modul mit auf. Dazu später mehr.

Auch das Laufen im Schnee machte übrigens in den Barfußschuhen Spaß und hat gut funktioniert. Die Vorbereitung für eine erste „Megamarsch“-Testwanderung mit über 40 km von Tübingen nach Bad Urach ist in Arbeit. Voller Vorfreude buchte ich in der letzten Zeit auch die ersten Events: Spartsn race München, Glaspalastlauf Sindelfingen, Schönbuch Trophy.
Nun bin ich dabei einige Läufe und Trainingseinheiten über 21 km zu machen. Die Zeiten verbessern sich von bisher 2 Stunden auf 1:45 und das spornt mich an, auf meinem Weg weiter zu machen. Mein neuer Trainingsplan setzt auf viele Einheiten Freeletics und Freeletics Gym und somit Training mit dem eigenen Körpergewicht um die Muskulatur und Körperstabilität zu stärken. Ich verspreche mir davon nicht nur mehr Kraft, sondern auch meine „Ganzkörper“-Kraft besser zu nutzen und auf das Laufen übertragen zu können.

Durch den hohen Laufumfang und verstärktes Training, muss ich auch mehr Regenerationselemente in meinen Alltag und Training einbauen. Daher suche ich nach weiteren Mitteln um die Regeneration zu fördern. Durch die Tipps von Sabine und Bernd, meiner Recherche und vielen Diskussionen mit anderen Fans des Laufsports integriere ich, wie gesagt, die Black Rolls in mein Programm. Faszienlockerung, Verklebungen lockern und Verspannungen lösen ist mein Ziel. Aller Anfang ist schwer, aber ich merke schnelle Fortschritte. Die Blackroll ersetzt zwar nicht den traditionellen Therapeuten, aber durch den Einsatz kommt es zu einer schnelleren Regeneration. Die Faszienverklebungen können reduziert werden. Da nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird, kann der Muskelschmerz gezielt behandelt werden.
Man merkt nach intensiven Einheiten die erste Zeit Schmerzen. Aber durch das Rollen merkt man sehr schnell eine Besserung. Man merkt, dass es nicht nur eine oberflächliche Massage ist, sondern dass sie sehr tief ins Gewebe geht. Hierbei rolle ich auf den Oberschenkeln oder die zu behandelnde Region über einen Zeitraum von 30-60 Minuten. Große Unterstützung für meine diesjährigen Pläne erfahre ich übrigens zuhause von meiner Partnerin Maike. Ich Danke Dir dafür und merke, wie auch das Umfeld wichtig ist, um erfolgreicher zu werden.

 

Dezember 2017

So, jetzt waren die ersten Tests im realen Wettkampf und Training vorbei. Und wie geht es jetzt weiter? Eine Sache war klar: Ich werde mich definitiv in die Materie Barfußlaufen einarbeiten. Egal wie es weiter geht. Ab dem Wettkampf im November war ich im Barfuß- und Vivo Fieber.

Persönlich traf ich meine Entscheidung dauerhaft, intensiver und ‚durchgeplant‘ zu laufen. So gehe ich Anfang 2018 in die Planung meiner nächsten Eventteilnahmen. Neben meinem Lauftraining, stelle ich meinen Ernährungsplan noch weiter um. So will ich kompletter auf Industriezucker und Alkohol verzichten. Das beschließe ich erstmal für 12 Monate, dann will ich sehen wie die Effekte sind.

Mein Barfuß- und Laufstil möchte ich weiter verbessern und optimieren. So nahm ich an einem persönlichen Coaching mit Extrem- und Barfußläufer Bernd Gerber, der Barfußinitiative teil. Ich hatte vorher viele Gedanken und Fragezeichen, „Was macht ein Barfußcoach? Und kann er mir wirklich Tipps geben?“. Ich war erstaunt und beeindruckt was die Laufanalyse auf dem Laufband und die Videoaufzeichnung zeigte. So konnte er mir gezielte Tipps und Anleitungen aufzeigen um die Beinmuskulatur zu stärken. Eine computerunterstützte Fußdruckmessung zeigte den Status und mein Entwicklungspotential in den einzelnen Bereichen der Fußsohle. Das will ich nach einiger Zeit, speziell darauf ausgelegtem Training wieder überprüfen.

 

November 2017

2 Tage vor dem XtremRun Rennen in Magstadt machte ich also den ersten Testlauf. Meine Zeit war eine Katastrophe.

Bisher bin ich den KM in ca. 5:15-5:30 gelaufen. Und jetzt? Über 6:10. Der Schock war groß. Aber egal, es brachte mich zum Nachdenken, denn der erste positive Effekt war, dass ich nach dem Laufen keine Schmerzen in der Hüfte und dem Knie hatte.

Dann kam also der erste offizielle Lauf. Ich war aufgeregt. Wie klappt das mit den Schuhen? Schaff ich die 11 KM mit Barfußschuhen? Muss ich vielleicht abbrechen? Komme ich vielleicht als letzter ins Ziel? Aber alle Ängste waren umsonst. Der Schuh hat mich gefesselt. Ich konnte durch den Vorderfußlauf enorm an Geschwindigkeit zulegen. Und ich habe die Strecke in knapp 57 Minuten geschafft.

Hier geht es zum Video.

 

Oktober 2017

Als ich mich für den XtremRun in Magstadt (am 11.11.2017) angemeldet habe, wurde ich bei einem weiteren Gespräch von Sabine gefragt, ob ich den Schuh testen möchte, damit Sie Erfahrungen von einem Sportler kennt und um zu sehen, ob dieser Schuh mich weiter bringt.

Das habe ich dankend angenommen. Bevor ich den Schuh unter realen Wettkampfbedingungen testen kann, war für mich klar, dass ich erst lernen muss, wie man richtig in diesen Schuhe läuft.

 

August 2017

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem „Rückfall“ zu klassischen Rennschuhen bin ich ein Jahr später mit Sabine wieder ins Gespräch gekommen. Das Thema hatte mich doch weiter beschäftigt.

Ich habe ihr berichtet, dass ich sehr gerne sogenannte OCR Läufe bestreite und mich hier mit dem Reebook All Terrain durchschlage. Sie hat mich darüber aufgeklärt,

dass es auch hier eine Alternative gibt. Dieses Angebot habe ich zuerst ausgeschlagen. Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen. Schlamm, Hindernisse und das alles mit einem Barfußgefühl? Niemals.

 

August 2016

 

 

 

 

 

 

Ich habe im Internet einen Bericht über Natural Running gelesen. Nach ein paar Nachforschungen zu den Themen schneller und gesünder Laufen, war für mich klar, dass ich mir unbedingt Barfußschuhe besorgen muss.

Nach meiner Recherche bin ich auf den Barfußladen in Reutlingen gestoßen. Als ich im Laden dann von Sabine Bürkle beraten wurde, wollte ich mit den Minimalschuhen für mich einen Neuanfang machen.

Also habe ich meine ersten Sportschuhe gekauft. Den Vivobarefoot Stealth.

Ein paar Wochen später habe ich die ersten Freizeitschuhe gekauft. Diese habe ich fast immer getragen. Die Sportschuhe habe ich leider am Anfang nicht regelmäßig, sondern nur ab und zu getragen.

 

 


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