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Handball in Pfullingen: Der neue Trainer Frederick Griesbach stellt sich vor

(HS) In 6 Wochen starten die Handballer des VfL Pfullingen in die Ligasaison. Unter neuem Trainerteam beginnt für die erste Mannschaft nun die Vorbereitung für die Spiele in der 3. Bundesliga. Der neue Coach Frederick Griesbach ist 29 Jahre alt und studiert derzeit Sport und Physik auf Lehramt in Stuttgart. Der Familienvater lebt in Kornwestheim und war zuletzt als Trainer beim SV Remshalden tätig. Das Pfullinger Journal hat den neuen Handball-Coach befragt.

 

Journal: Herzlichen Glückwunsch zur Trainer-A-Lizenz! Die haben Sie erst kürzlich erworben, parallel zu Studium, Trainerjob und Familie. Klingt nach einem anstrengenden Alltag.

Griesbach: Danke! Ja, das stimmt. Ich muss meinen Alltag im Moment gut planen. Ich stehe sehr früh auf, lerne einen halben Tag an der Uni und komme dann nach Pfullingen. Im Herbst werde ich mein Staatsexamen machen, danach wird es weniger stressig, da ich das Referendariat vorerst aussetzen werde. Das heißt, ich habe dann richtig viel Zeit für meine Arbeit als Trainer beim VfL. Darauf freue ich mich sehr. Als hauptamtlicher Trainer zu arbeiten war schon lange mein Traum. Ich habe meiner Frau allerdings versprochen, das Referendariat innerhalb der nächsten 4 Jahre nachzuholen.

 

Journal: Mit Ihnen, dem Co-Trainer Michael Gruber und dem Athletiktrainer Tobias Fluck hat der VfL ein komplett neues Trainer-Trio verpflichtet. Hatten Sie schon Zeit sich kennen zu lernen und sich aufeinander einzuspielen?

Griesbach: Es gab schon mehrere Treffen bei denen sich gezeigt hat, dass wir gut zusammenarbeiten können. Wir sind uns in der Teamführung einig, können auch gut diskutieren. Ich würde sagen, das passt. Der Plan für die nächsten 6 Wochen steht: 5 Wochen Training, Pause, dann kommt das Trainingslager und am 18.8. das erste Pflichtspiel. Ich empfinde es als großen Vorteil, wenn Trainer von extern kommen. Man ist nicht fest in den Vereinsstrukturen drin, ist deshalb nicht voreingenommen und hat einen neutralen Blick von außen. Das gilt für Michael Gruber und mich. Genauso wichtig ist es aber, dass Jemand vereinsinternes im Team dabei ist wie Tobias Fluck. Das ist eine gute Mischung.

 

Journal: Gibt es Neuigkeiten, zum Beispiel was die Verpflichtung neuer Spieler angeht?

Griesbach: Felix Stahl vom TV Neuhausen ist noch dazu gekommen. Die anderen Neuzugänge sind ja schon bekannt: Niklas Roth, Paul Prinz und Axel Goller aus der A-Jugend, der Rückkehrer Florian Möck, Alexander Schmid aus Horkheim und Julius Haug aus der 2.Mannschaft ist auch eingeplant.

 

Journal: Welche Spieler sind besonders wichtig für die Mannschaft?

Griesbach: Jeder muss sich seinen Platz erarbeiten. Ich will keine Einzelspieler herausheben, die Mannschaft als Team ist wichtig. Wir haben 16 vollwertige Drittligaspieler, die alle zurecht ihren Platz bei uns haben. Wir funktionieren als Gruppe, das ist die größte Stärke von Pfullingen.

 

Journal: Was ist Ihr Saisonziel? Auf welchem Tabellenplatz sehen Sie die Pfullinger am Ende der Saison?

Griesbach: Ich habe da natürlich schon eine Vorstellung, möchte das aber zuerst mit der Mannschaft besprechen und die ersten Trainings abwarten. Ich möchte den funktionierenden Kern der Mannschaft beibehalten, aber auch eventuell alte Strukturen aufbrechen, wenn nötig. Mein Vorgänger hat die Mannschaft auf ein sehr gutes Drittliga-Niveau gebracht. Das möchte ich auf jeden Fall weiterführen.

 

Journal: Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Griesbach: Auf persönlicher Ebene nicht zu viel zu wollen, ich bin sehr ehrgeizig und akribisch. Hier die Balance zu finden ist wichtig, genauso auf sportlicher Ebene. Die 3.Liga ist wie ein Ritt auf der Rasierklinge, wir machen Leistungssport, trainieren 6 Mal die Woche, sind aber eben keine Profis. Wir haben viele junge Spieler, da wird eine Herausforderung sicherlich sein, als Mannschaft die Fehler die passieren kein zweites Mal zu machen.

 

Journal: Sie werden im DHB-Pokal gegen den Erstligisten Eulen Ludwigshafen spielen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Auslosung?

Griesbach: Mega zufrieden. Das ist ein Traum-Los! Bei den Eulen spielen viele Spieler, die früher in der 3.Liga waren, das ist für unsere jungen Spieler eine tolle Motivation. Da wird uns vor Augen geführt, wo man mit viel Training und Fleiß hinkommen kann.

 

Journal: Sehen Sie eine Chance, das Spiel zu gewinnen?

Griesbach: Es wird nie ein Spiel geben, wo ich sage wir haben keine Chance. Dann wäre ich falsch als Trainer. Die Chance ist gering, aber wir werden versuchen das Spiel so lange wie möglich spannend zu halten und wir werden es auf jeden Fall genießen. Die Chancen stehen gut, dass wir das Spiel in Pfullingen ausrichten dürfen. Das wäre toll.

 

Journal: Die 3. Liga ist aufgeteilt in die Staffeln Nord, Ost, Süd und West. Was bedeutet die neue Einteilung der Südstaffel für den VfL?

Griesbach: Das wird eine super spannende Saison, über diese Einteilung können wir uns als Mannschaft richtig freuen. Ich rechne mit hochklassigem Handball. Wir sind auf jeden Fall die anspruchsvollste der 4 Ligen, das ist schön, da können wir uns beweisen.

 

Journal: Auf was freuen Sie sich am Meisten?

Griesbach: Auf die Halle, die Zuschauer, die Stimmung und natürlich auf die Arbeit mit den Jungs. Als A-Jugendlicher habe ich eines meiner ersten Spiele in Pfullingen gehabt. Wir haben damals zwar verloren, aber dieses Erlebnis ist mir bis heute positiv im Kopf geblieben. Die Pfullinger Fans machen richtig Stimmung und sind dabei absolut fair.

Journal: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in der neuen Saison!

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