Ben Bayer setzt zum Höhenflug an
(BW) Plötzlich war er in aller Munde. Wer Ben Bayer bisher nicht gekannt hatte, dem war spätestens nach der Weltcup-Premiere in Engelberg klar, dass aus dem Pfullinger Skisprung – Talent Ben Bayer mal ein ganz Großer werden kann. Relativ überraschend ist der 21jährige nämlich in Engelberg für Andreas Wellinger in das Weltcup-Team nachgerückt.
Seitdem geht es Schlag auf Schlag oder besser Sprung auf Sprung. Es folgte die Vierschanzentournee, dann weiter nach Sapporo, Japan, weiter nach China, auf die Olympiaschanze nach Peking und zurück nach Japan. Zwischendurch ein kurzer Aufenthalt in Furtwangen. Dort am Skiinternat hatte Ben Bayer 2023 das Abitur gemacht und ist jetzt im Sportförderprogramm des Deutschen Zolls. Und dort haben wir ihn auch kurz telefonisch erwischt, bevor es für ihn wieder weiterging auf die große Skisprung-Reise.
Ben wie ist das so für dich, plötzlich die ganz große Bühne, deine Erfolge, wie fühlst du dich dabei?
Das alles ist megacool und war schon immer mein Ziel und ein Traum von mir. Wenn du plötzlich auf der Skisprungschanze bist und dir im Stadion 20000 Menschen zuschauen, dann ist das richtig cool. Oberstdorf ist dann leider nicht so gut gelaufen, dafür war ich in Garmisch viel besser und hatte mich dort für das Neujahrsspringen qualifiziert.
Was ist das für ein Gefühl, wenn man da oben auf dieser riesigen Schanze steht?
Das ist ein ganz seltsames Gefühl. Wenn man einen guten Sprung macht, fühlt man sich tatsächlich frei und schwerelos, man merkt wie man fliegt. Und davon kann ich nie genug kriegen.
Schweiz, Österreich, Japan, China und zurück, wie kommst du da mit der Zeitumstellung zurecht?
(lacht) Oh ich kann im Flieger wunderbar schlafen, und wenn man dort ist, ist sowieso alles so aufregend, dass man gar nicht drüber nachdenkt.
Wie soll es nun weiter gehen, was sind deine Ziele?
Ich muss jetzt auf jeden Fall bei meinen Sprüngen dran bleiben und im COC, dem Skisprung-Continental-Cup richtig gut sein, dann habe ich auch Chancen im Weltcup.
Hast du ein Vorbild?
Das ist schwer zu sagen, es gibt einige gute Skispringer, aber der Japaner Ryoyu Kobayashi ist schon richtig klasse.
Was macht ein Skispringer eigentlich im Sommer?
Im Sommer trainieren wir eigentlich mehr wie im Winter. Wir haben Skisprungmatten, machen viel Krafttraining, testen neue Ausrüstungen und gehen auf Lehrgänge. Im Winter sind wir eigentlich nur bei den Wettkämpfen.
Na, dann wünschen wir dir weiterhin noch viel Erfolg und viele tolle, weite Sprünge, und drücken ganz fest die Daumen.




