Reutlingen. Die LKT Luft- und Klimatechnik GmbH stattet seit bereits fünf Jahrzehnten Gebäude in der Region mit Belüftung und Klimasystemen aus.
»Wir schaffen luft- und klimatechnische Lösungen für Bürogebäude, Schulen und Produktionsstätten, aber auch für sensiblere Bereiche wie Krankenhäuser und Labore«, fasst Adolf Haug die Tätigkeit seines Unternehmens zusammen. Die richtige Lüftung beziehungsweise Klimatisierung von Räumen ist oft notwendige Voraussetzung für Arbeit, Produktion, Wissenschaft, Lagerung in anderen Betrieben.

Mutige Entscheidungen
LKT konstruiert und montiert auf den jeweiligen Bedarf der Kunden abgestimmte Anlagen. Adolf Haug hat die LKT 1976 zusammen mit seinen Kollegen Wolfgang Kühnel und Johann Zachskorn gegründet und unter anderem mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Rosemarie Haug, die bis heute im Betrieb mitarbeitet, aufgebaut.
Nachdem seine zwei Mitgründer altershalber ausgestiegen waren, führte Adolf Haug den Betrieb bis 2015 allein. Er hat sich nicht zuletzt durch weitblickende und mutige Entscheidungen in der Region etabliert und sehr gut entwickelt.
Die Meilensteine für diese Entwicklung waren der Umzug des Unternehmens 1981 nach Betzingen und die gleichzeitige Übernahme der Schlosserei Götz. Schließlich der gemeinsame Einzug in den eigenen Neubau 1992 im Reutlinger Industriegebiet Mark West. Dort haben auch heute noch die LKT, mit ihren rund 50 Mitarbeitenden, und die Schlosserei Götz ihren gemeinsamen Standort. In diesem Gebäude sind die unter anderem Planungs- und Verwaltungsbüros, Gemeinschaftsräume und ein Montagelager untergebracht.
Bereits 1993 führte der Betrieb die CAD-Software ein. Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft, der sich bis heute auszahlt. »Dies war eine gute Investition mit Weitblick,« so Adolf Haug. Denn diese damals neue Software ist bis heute die Voraussetzung für die individuelle Planung und die Vorbereitung einer strukturierten Montage.
Generationswechsel
2012 übernahm LKT die Röcker Blechbearbeitung GmbH und hat dadurch die Möglichkeit mit ihrer eigenen Kanalfertigung unabhängig und flexibel zu handeln.
2015 fand dann ein Generationswechsel statt: Die technische Geschäftsführung ging an Jürgen Krauß, die kaufmännische Geschäftsführung an Holger Wölffing. 2022 übernahm Diana Seiz-Haug – Tochter von Adolf und Rosemarie Haug – die Geschäftsführung für Personal und Management.
»Das 50-jährige Bestehen der LKT ist kein Zufall, sondern vor allem ein Ergebnis der richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit. Diese Entscheidungen und die Philosophie des Unternehmens haben die LKT zukunftsfest gemacht. Technisch immer auf der Höhe der Zeit, innovativ und modern, aber in traditioneller Weise wirtschaftlich solide und verantwortungsbewusst – auch gegenüber den eigenen Mitarbeitenden,« sagt Adolf Haug rückblickend. So gab es in der Belegschaft wenig Wechsel und der Stamm besteht aus langjährig erfahrenen und qualifizierten Leuten. Dieses zuverlässige und vertrauensvolle Verhältnis entstand auch gegenüber Partnern und Kunden.
Es ist ein treuer Kundenstamm gewachsen, wie zum Beispiel die Tübinger Paul Horn GmbH, bei der früher ein Handschlag genügte, um ein Geschäft zu vereinbaren. Zusätzlich haben prestigeträchtige Großprojekte das Unternehmen in der Branche bekannt gemacht. Dazu zählen der Einbau von damals noch gängigen Warmluftheizungen in die großen Hallen der Straßenmeistereien, die Belüftung eines der größten Klärwerke in Baden-Württemberg oder später auch des Engelbergtunnels.

Auch regionale kleinere Projekte der Klimatisierung und Belüftung wie Labore und Krankenhäuser, Fertigungshallen von Industriebetrieben, Großküchen und Mensen, Universitätsgebäude und Bibliotheken, Schulen und Sporthallen haben dazu beigetragen, dass LKT aus der Region nicht mehr wegzudenken ist. Sie ist der Ansprechpartner für die Luft- und Klimatechnik im Umkreis von rund 50 Kilometer. So kennt auch fast jeder in der Region die Autos mit dem Eisbären, dem LKT-Logo.
Gute Auftragslage
Bleibt die Frage, wie es in der Zukunft in den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten mit den Krisen und dem Mangel an qualifiziertem Personal um die das Unternehmen bestellt sein wird. Auch hier ist den drei Geschäftsführern nicht bange. Die Auftragslage sei gut, der Betrieb bildet mittlerweile in bestimmten Bereichen auch selbst aus, trotzdem bleibt die Suche nach qualifiziertem Personal immer ein Thema, sagt Diana Seiz-Haug. (Text: dz/GEA)
