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Uniklinik Tuebingen auf APROS Blog – Projekt Rueckenwind

Soziales Engagement für kranke Jugendliche

 Gut ein Jahr ist es her, dass Eningen gastgebender Etappenort der Benefiz-Rad-Aktion Tour Ginkgo war. Und dies sehr erfolgreich, wie das Spendenergebnis in der gesamten Region von insgesamt 225.000 Euro beweist. Die Radler mit ihren prominenten Unterstützern waren drei Tage lang rund um Tübingen und Reutlingen für das Projekt Rückenwind der Uni-Kinderklinik Tübingen unterwegs, um für die gute Sache zu sammeln.

Beim letztjährigen Ginkgo Rad-Etappenstopp in Eningen spendeten neben Vereinen und Privatpersonen, die Firmen Adelhelm, Berghof, Hank+Hirth, Hummel, ahg Autohandelsgesellschaft mbH, JDSU, Kurth Electronic, La Cantina, Merkel GmbH, Raible + Partner, RVM, AOK und APROS Consulting & Services für die Charity Aktion und das Projekt „Rückenwind für chronisch kranke und behinderte Jugendliche“ und unterstützen dieses tatkräftig mit Aktionen.

Nun berichteten Vertreter der Uniklinik über den Status des Projektes.

 

Strukturen wurden geschaffen.

Durch das Projekt und die Spendengelder im letzten Jahr konnten in den letzten sechs Monaten nun die nötigen Strukturen für die Betreuung der jungen Erwachsenen bzw. der schwerst- und chronisch kranken Jugendlichen geschaffen werden. Unter anderem werden spezielle Jugendsprechstunden durch einen psychosozialen Dienst an der Klinik angeboten und ausgebaut. So werden nun die Jugendlichen beim Wechsel aus der Kinder- in die Erwachsenenmedizin intensiv und aktiv begleitet.

Bei Themen wie Partnerschaft, Berufswahl und dem Wechsel in die Erwachsenenmedizin haben die Mediziner im Regelfall wenige Möglichkeiten, die Jugendlichen so zu unterstützen, wie sie es brauchen. Die kranken Jugendlichen müssen die Kinderklinik mit der Volljährigkeit verlassen und in die Erwachsenenmedizin wechseln. Häufig kommt es dann zu einem Bruch in der Versorgung. Es gibt keine interdisziplinären Anlaufstellen mehr, Strukturen fallen weg und die Jugendlichen verlieren wichtige Vertrauenspersonen. Oftmals kommt es in dieser Zeit zu schweren medizinischen Folgeschäden.

So genannte Case Manager koordinieren seit diesem Jahr nun den Übergangsprozess und sind als direkte Ansprechpartner für die Jugendlichen da. Dazu wurden mit den Spenden zwei Personalstellen geschaffen und ein fachübergreifendes Transitions-Team in der Klinik gebildet.

Das neu geschaffene Angebot wird bereits intensiv genutzt und dies unterstreicht die Notwendigkeit des Programmes.

 

Fast 200 Jugendliche werden derzeit betreut.

 Seit Jahresbeginn konnten fast 200 Jugendliche in die neu konzipierten Transitionsprogramme aufgenommen werden. Für die Jugendlichen in den Spezialambulanzen für Diabetes, Rheuma und Mukoviszidose sowie in den Fachbereichen Onkologie/Hämatologie und Neuropädiatrie ist das Angebot ein großer Gewinn.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass das Engagement so vieler Vereine, Unternehmen und Privatpersonen diese Hilfe ermöglicht und damit ein Angebot, das übergreifend allen Krankheitsgruppen zugutekommt.“, freut sich Marlen Kraus von der Kinderklinik, die das Tübinger Transitions-Team koordiniert.

 

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