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Mit ISEK soll sich die Stadt entwickeln

(BW) Der Startschuss ist gefallen, der Pfullinger Gemeinderat hat jetzt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Pfullingen 2035, kurz ISEK, beschlossen. Eine erste Gesprächsrunde mit dem Lenkungsausschuss hat bereits stattgefunden. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Reschl aus Stuttgart, soll nun ein Handlungsprogramm entwickelt werden, das definiert wie sich die Stadt in den nächsten Jahren weiter entwickeln soll.Wo stehen wir heute? Wo im Jahr 2035? Wie entwickelt sich die Bevölkerung? Wie sind die Altersstrukturen? Was brauchen wir /was wollen wir für eine lebenswerte Gemeinde? Welche Prioritäten wollen wir / müssen wir setzen? Diese Fragen werden die Pfullinger Bürger in den nächsten Jahren im Rahmen von ISEK noch häufiger begegnen. Schließlich ist eine aktive Bürgerbeteiligung bei diesem Prozess ausdrücklich erwünscht.

Das Stuttgarter Planungsbüro teilt diesen Prozess in mehrere Phasen, von der Analyse bis hin zur Konzeptionsphase „Am Ende der letzten Phase stehen dann gemeinsam erarbeitete Projekte die abgearbeitet werden können“, so Philipp König vom Büro Reschl bei der Vorstellung von ISEK. Phase I, die Analysephase, hat bereits begonnen. Mitarbeiter des Büros haben bereits die Stadt erkundet und haben quasi den „ist“-Zustand dokumentiert. Zu dieser Analyse gehörten auch die Bevölkerungsstruktur, ihre Entwicklung, die Infrastruktur und die entsprechenden Bedürfnisse. Es folgt nun Ende Oktober eine Bürgerbefragung. Rund 2700 Briefe werden an die Pfullinger und Pfullingerinnen verschickt. Die Briefe sind anonymisiert, weder der Bürgermeister noch die Stadtverwaltung erfahren wer befragt wurde und wie die Antworten lauten, so König. Gestellt werden Fragen zur Stadtentwicklung und der Bedarfe der Einwohner. Ziel ist es, einen ersten Querschnitt zu erhalten. Das Ergebnis dieser Analyse soll dann im März in einer Klausurtagung mit dem Gemeinderat untersucht und diskutiert werden. Vor allem wird es bei der Klausurtagung aber um die Hauptthemen Bevölkerungsentwicklung, Mobilität, Ökologie und kommunaler Haushalt gehen. Wobei es beim kommunalen Haushalt hauptsächlich um die Umsetzbarkeit der einzelnen Projekte und einer Priorisierung gehen wird.

Breite Bürgerbeteiligung ist wünschenswert

Im Anschluss daran erfolgt Phase II des Stadtentwicklungsprozess, die sogenannte Dialogphase in der eine breite Bürgerbeteiligung angestrebt wird. In dieser Phase sollen dann auch Bevölkerungsgruppen mit einbezogen werden, die vielleicht sonst unterrepräsentiert wären. Zu denken ist hier an Jugendliche, denkbar ist es, so König, dass man auch direkt an die Schulen geht oder mit dem Jugendgemeinderat spricht. Auch Migranten die erfahrungsgemäß nicht so oft zu Wort kommen oder sich nicht aus eigenem Antrieb in einen solchen Diskussionsprozess einbringen. Und schließlich sollen die Unternehmer ebenfalls zu einen eigenen Expertengespräch eingeladen werden. Am Ende werden in der letzten Phase des Stadtentwicklungskonzepts Strategien und ganz konkrete Projekte erarbeitet die kurz, mittel oder langfristig umgesetzt werden können. Die Stuttgarter Stadtplaner rechnen damit, dass ISEK dann bis Dezember 2018 abgeschlossen werden kann. Die Stadt hält dann eine Art Handlungsprogramm für die weitere Zukunft Pfullingens in den Händen.

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