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Nissen Stiftung. Soziales Engagement. Philosophie und Projekt LEMKE hören, Neu-Ulm

Über Lennard Lemkes Engagement für gemeinnützige Projekte wurde schon mehrfach berichtet. Es gehört einfach zur Selbstverständlichkeit der Person Lennard Lemke, aber auch zum Alltag seines Hörakustik-Betriebes. Die Niko Nissen Stiftung e.V. aus Niebüll, nahe der dänischen Grenze, ist eines der sozialen Projekte bei dem Hörakustikunternehmen LEMKE hören. Warum aber so weit entfernt und nicht näher? Die Antwort ist einfach und logisch. Lemke fördert natürlich auch soziale und humanitäre Projekte in der Region.

Im Rahmen des sozialen Engagements fördert der Hörakustik-Betrieb verschiedene Projekte. Mit seinem Sponsoring-Einsatz für das Projekt „Chance auf Bildung – Zeit  für Kinder e. V.“ betont Lemke, dass die Aufmerksamkeit für Kinder und ihre Bildungschancen enorm wichtige Faktoren sind. Außerdem finanziert Lemke dabei eine Vortragsreihe, die an Eltern gerichtet ist. Ein Einsatz für die Integration ausländischer Mitbürger zeigt Lemke durch einen türkischen Dolmetscher, der es auch unseren Nachbarn, die der deutschen Sprache nicht 100%ig mächtig sind, ermöglicht, von den Inhalten zu profitieren.

Das Theater Ulm unterstützt Lemke finanziell und mit einer Induktionsanlage, die Menschen mit Höreinbußen zur Verfügung gestellt wird und ihnen ermöglicht, den Vorführungen zu folgen.

Das Engagement für die Niko Nissen Stiftung e.V. schließt quasi nahtlos an seinen Einsatz für das Projekt „Sinnvoll helfen e. V.“ an. Hier sorgt Lemke mit anderen Helfern dafür, dass hörgeschädigte Kinder in Jordanien Hörgeräte erhalten und so ihre Bildungschance wahren können.

„Wenn wir gut hören können, können wir auch gut verstehen!“ Dinge zu hören, die bisher nicht wahrgenommen wurden, ist auch für die Kleinen ein tolles Erlebnis.

Die Nissen Stiftung macht ganz ähnliches – und zwar in Tschernobyl. Für Frauke Nissen begann die Geschichte 1995. Sie und ihr Mann betreiben ein Hörakustik Fachgeschäft in Niebüll. Als die extrem schwerhörige 5-jährige Vera aus Weißrussland nach Niebüll zur Naherholung kam, hatten Frauke Nissen und ihr Mann die Möglichkeit, Vera mit Brille und Hörgerät zu versorgen. Der positive Effekt war so beeindruckend und bewegend, dass die Nissens beschlossen, mit der Niko Nissen Stiftung e.V. fortan weiter zu helfen.

Die Erkenntnis, dass hörgeschädigte Kinder in ihren jungen Jahren aufgrund ihrer Einschränkung vom Spracherwerb und somit von der Bildung ausgeschlossen sind, beflügelte die Sicherheit, dass sie auf einem richtigen Weg waren. Und als auf die Anfrage, ob es weitere Kinder gäbe, die solche Hilfe benötigten, hörten sie die definitive Antwort „Menschen in Weißrussland können es sich nicht leisten, ihren Kinder selbst mit einem Hörgerät zu helfen“. Der Startschuss war gegeben.

Seither kommen jedes Jahr weißrussische Kinder zur Sommererholung nach Niebüll und werden hier mit Hörgeräten versorgt. Aber die Stiftung arbeitet auch in Weißrussland selbst. Inzwischen ist die Förderung so erfolgreich, dass ein guter Teil der Arbeit eigens ausgebildeten Fachkräften in Weißrussland überlassen werden kann. Eine Reise von Deutschland nach Weißrussland ist nur noch alle 2 Jahre nötig. Bei der jetzt abgeschlossenen Reise konnten 138 Kinder mit Hörgeräten versorgt werden. In Schulen Weißrussland, in Pinsk und Kobrin, wurden seit 1995 3.400 Kinder mit Hörgeräten durch begleitende Akustiker versorgt. Das entspricht durchschnittlich 160 versorgten Kindern pro Woche! Außerdem wurden vor Ort 5 bis 6 Techniker ausgebildet und in beiden Schulen Labore eingerichtet, damit Reparaturen vor Ort möglich sind. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist angekommen und angenommen worden.

Lennard Lemke lernte die Nissens über sein Engagement im Qualitäts-Fachverband der Hörgeräteakustiker Pro Akustik kennen. Als er von der Stiftung hörte, war für ihn klar, dass er helfen wollte. Lemke und seine Kunden unterstützten die Stiftung und stellten auch Hörgeräte für das Projekt bereit. Über 40 von seinen Kunden gespendete gebrauchte Hörgeräte wurden durch das LEMKE hören Team aufbereitet und der Nutzung in der Niko Nissen Stiftung e.V. zur Verfügung gestellt.

Wichtig ist für Lemke, dass bei dem Projekt die Hilfe auch dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird. Vor Ort wird intensiv kontrolliert. So konnte sichergestellt werden, dass bisher keine Mittel verschwunden und dort angekommen sind, wo sie gebraucht werden.

Die Kinder sind glücklich, dann sind es auch die Helfer. Frauke und Paul Martin Nissen bei der Anpassung der Hörgeräte mit einem weißrussischen Mädchen.

Von LEMKE hören gilt daher der Aufruf an alle seine Kunden, alte Geräte für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen. „Sie wollen auch helfen? Wir helfen Ihnen, damit ihre Hilfe dort ankommt, wo sie hin soll.“ Die Hilfe, von der Lemke spricht, beinhaltet aber nicht nur die Spende von gebrauchten Hörgeräten. Jeder kann helfen. Finanzielle Unterstützung, aber auch die praktische Unterstützung durch ehrenamtliche Akustiker oder die materielle Unterstützung durch die Spende guter Kleidung ist für die Arbeit der Stiftung eminent wichtig. Für das Projekt werden derzeit 50.000 € pro Jahr vor Ort und durch die Stiftung finanziert. Die laufende Unterstützung ist lebenserhaltend und -fördernd.

Das Projekt der Niko Nissen Stiftung e.V. wurde bereit durch drei Bundespräsidenten – Johannes Rau, Horst Köhler und Joachim Gauck – für besondere Verdienste ausgezeichnet. Es ist bekannt, dass die Hilfe, die von der Niko Nissenstiftung zur Verfügung gestellt wird, eine gute Hilfe ist.

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