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06. Februar 2018. Kooperation. Informationsabend mit den Kreiskliniken Reutlingen zu Asthma und COPD

Asthma bronchiale – im Volksmund einfach Asthma – betrifft mehr Menschen, als wir gemeinhin annehmen. Auch von COPD – vom Englischen: „Chronic obstructive pulmonary desease“, zu Deutsch eine chronische Atemwegserkrankung, die die Atmung behindert – sind viele Menschen betroffen. Etwa 7.5% der gesamten Bevölkerung leiden daran. Oft, ohne es wirklich zu registrieren. Während Asthma meist auf eine allergische Veranlagung beim Patienten zurückgeführt werden kann, wird COPD durch äußere Einflüsse verursacht. Ganz vorn stehen Rauchen oder staubintensive Arbeitsplätze in der Statistik. Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde Eningen veranstaltet gemeinsam mit den Kreiskliniken Reutlingen (KKRT) am 06. Februar 2018, um 19.00 Uhr im Rathaus in Eningen einen Informationsabend zu diesem wichtigen Thema. Redner werden Prof. Dr. Adrian Gillissen, Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Sportmedizin und Notfallmedizin, Dr. med. Hans-Christoph Schneider, Facharzt für Kinderheilkunde am KKRT sowie Jenny Seemüller, Physiotherapeutin, Yogatherapeutin, Sport- und Fitnesskauffrau sowie Teilhaberin bei PHYSIOEningen – allesamt ausgewiesen Fachleute auf ihren Gebieten – sein.

Aus der Zusammensetzung der Referenten zeigt sich schon, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischer Betreuung bei den Fachärzten und Fachleuten in der Therapie, bzw. ambulanter Nachbehandlung geben muss und gibt. Die enge Kooperation zwischen den KKRT und dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde basiert auf der Initiative von Dr. Barbara Dürr. Sie ist die Leiterin des Gesamtarbeitskreises und hat wie der gesamte Arbeitskreis großes Interesse daran, Informationen zur Gesundheit allen Menschen zugängig zu machen und zu verbreiten. In der Vergangenheit ist das bereits besten gelungen. Die Informationsabende zu Themen wie Adipositas, Gelenkersatz oder demenzsensibles Krankenhaus waren alle gut besucht.

Und sie zeigen das große Interesse, auf das solche Abende des AK Gesunde Gemeinde und des Gesundheitsforums in der Bevölkerung stoßen. Eningen sei laut Landrat Thomas Reumann Vorzeigegemeinde und steht mit dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde bundesweit als Beispiel für gute Aufklärungsarbeit und Informationsverbreitung zu Gesundheitsthemen. Das wird auch beim Thema Asthma und COPD nicht anders sein.

Für den Informationsabend zu diesem wichtigen Thema haben sich die Akteure des Arbeitskreises die Mitwirkung kompetenter Fachleute gesichert. Prof. Dr. Adrian Gillissen ist u.a. Facharzt für Pneumologie, Lungenheilkunde, und Allergologie. Er leitet die medizinische Klinik III in der Ermstalklinik in Bad Urach. Als Teil der KKRT betreut er auch Patienten in Reutlingen. Schwerpunkte seiner Arbeit in den Kliniken ist die Lungen- und Bronchialheilkunde oder die Allergologie. In seinem Vortrag wird er die Risikogruppen der unterschiedlichen Atemwegserkrankungen darstellen und Wege der Behandlung aufweisen.

Ein Lungenfunktionstest ist harmlos. Er gehört zu den zuverlässigen Diagnoseinstrumenten, um Atemwegserkrankungen nachweisen zu können.

Dr. med. Hans-Christoph Schneider ist Leitender Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an den KKRT. Als Fachmann für Kinderkardiologie und Pulmologie, das heißt Lungenheilkunde, sowie Asthma bei Kindern hat er einen hervorragenden Ruf. Er wird in seinem Vortrag das Thema der asthmatischen Erkrankung näher beleuchten.

Die dritte im Bunde der Referenten wird Jenny Seemüller sein. Sie ist Teilhaberin bei PHYSIOEningen und mit der Therapie von Atemwegserkrankungen bestens vertraut. In ihrem Vortrag wird sie den Zuhörerinnen und Zuhörern weitere Anschlusstherapien vorstellen und mit Atemübungen zum Mitmachen animieren. Einfach, um das Publikum spüren zu lassen, wie wirkungsvoll Atemübungen, bzw. das richtige Atmen auf das eigene Körpergefühl haben können.

Die zuverlässige Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Therapeuten ist für den gesamten Behandlungsprozess und -erfolg enorm wichtig. Erst recht, da sich die Verweildauer der Patienten in den deutschen Krankenhäusern seit 1992 annähernd halbiert hat. Lag sie 1992 noch bei 13,3 Tagen im Durchschnitt waren es 2016 nur noch 7,3 Tage. Das liegt einerseits an den Fortschritten in der Medizin, andererseits ist es aber auch ein Ergebnis des enormen Kostendrucks, den das Gesundheitssystem auf seine Akteure macht. Umso wichtiger ist die Möglichkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit und einer kompetenten Nachbehandlung der Patienten.

Als Gegensatz zur Entwicklung der Verweiltage, oder als Grund dafür, ist zu sagen, dass die Zahl der Kliniken in Deutschland stetig abnimmt. 2016 hat man in Deutschland 9,2 Millionen Fälle in deutschen Krankenhäusern gezählt. Steigende Fallzahlen bei sinkender Zahl an Kliniken – weniger Akteure haben mehr Arbeit. In welche Richtung die Entwicklung gehen muss, ist klar.

Todesfälle aufgrund von Krankheiten des Atmungssystems belegten 2015 mit 7,4% den traurigen 3. Platz in der „Rangliste“ der Todesursachen in Deutschland. Insgesamt waren es 68.300 Todesfälle, die auf Krankheiten des Atmungssystems zurückzuführen waren. Alles Fakten, die die eminente Wichtigkeit des Themas unterstreichen.

Volker Feyerabend, Co-Vorstand des Arbeitskreises Gesunde Gemeinde und Beirat im Gesundheitsforum Eningen, sieht sich und seine Mitstreiter auf dem richtigen Weg. Die Kooperation zwischen Arbeitskreis und KKRT liegt in seiner Verantwortung. „Ich bin sehr froh über die Kooperation mit den Kreiskliniken. Sie ist mit den Veranstaltungen immer stärker geworden und hat auch für die Betroffenen, zum Beispiel adipöse Kinder, zu neuen hilfreichen Angeboten geführt.“ So sieht Arbeit für die Praxis und zum Nutzen der Menschen aus.

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